Die FDP/KSG-Fraktion fordert, bei der geplanten Mikrosimulation für die Luxemburger Straße endlich auch den Lärm der Stadtbahn und entsprechende Lärmschutzmaßnahmen in den Blick zu nehmen. Bislang wurde der Stadtbahnverkehr bei den Lärmbetrachtungen bewusst ausgeklammert. Daraus ergibt sich jedoch kein vollständiges Bild der tatsächlichen Belastung vor Ort.
„Wer ernsthaft über Lärmschutz an der Luxemburger Straße sprechen will, kann nicht ausgerechnet die Stadtbahn aus der Betrachtung herausnehmen. Gerade die einzelnen vorbeifahrenden Züge sorgen für erhebliche Lärmspitzen. Mit längeren Bahnen und perspektivisch einer zusätzlichen Linie 19 nach Hürth-Mitte wird dieses Thema eher wichtiger als kleiner“, erklärt Ralph Sterck, Sprecher für Stadtentwicklung der FDP/KSG-Fraktion.
Für eine neue Mikrosimulation will die Stadt rund eine Viertelmillion Euro ausgeben. Die FDP/KSG fordert deshalb, das Geld nicht für eine weitere einseitige Untersuchung zu verwenden, sondern konkrete Maßnahmen gegen den Verkehrslärm zu prüfen. Dazu gehören Alternativen zum bestehenden Schotterbett wie ein Grünbett, lärmmindernde Schienenbefestigungen, niedrige Schallschutzwände unmittelbar am Gleiskörper sowie eine Optimierung des Vorrangbetriebs der Stadtbahnen. Außerdem sollen ein Förderprogramm für Lärmschutzfenster sowie Kosten und Fördermöglichkeiten für Flüsterasphalt untersucht werden.
Sterck: „Wenn wir schon eine Viertelmillion Euro für eine Untersuchung ausgeben, dann sollte am Ende mehr herauskommen als ein Alibi für eine Reduzierung der Autospuren. Wir wollen wissen, wie der Lärm tatsächlich reduziert werden kann. Dafür muss man dort ansetzen, wo er entsteht, und darf die Stadtbahn nicht aus politischen Gründen aus der Rechnung streichen.“