In einem Brandbrief machten Eltern von vier Schulen aus der Innenstadt auf die für Kinder nicht mehr zumutbaren Zustände durch aggressive und ungehemmte Drogenabhängige in KVB-Stationen aufmerksam. Besonders betroffen sind dabei Kinder, deren Schulweg über die Haltestellen Hansaring oder Friesenplatz führt. Stefanie Ruffen, stellvertretende FDP/KSG-Fraktionsvorsitzende, erklärt:
„Es ist eine absolute Zumutung, Eltern und Kinder durch solche Wege zur Schule zu führen. Neben den immensen hygienischen Bedenken, die sich aus diesem Problem ergeben, kommen zusätzlich unberechenbare, laute und aggressive Crackabhängige, die den Kindern Angst bereiten. Neben aufdringlichem Betteln werden Kinder auch unangenehm angesprochen. Das ist kein Zustand für unsere Kinder.“
Neben strengeren Kontrollen durch Einsatzkräfte der Polizei, des Ordnungsamtes und Mitarbeitende der KVB, fordert die FDP/KSG-Fraktion erneut, den Zugang zu U-Bahn-Stationen auf Ticketinhaber durch entsprechende Barrieren zu beschränken. Die KVB meldet, dass sich die Zahl der Personen ohne Reiseabsicht in den Bahnbereichen in den vergangenen Jahren stetig erhöht hat. Die U-Bahn-Stationen sind weder Herberge noch öffentliche Toilette oder Drogenkonsumraum, doch so werden insbesondere genannte Haltestellen vermehrt genutzt.
„Machen wir es wie London, Paris oder Amsterdam und beschränken den Zugang zu den Stationen auf Fahrgäste. Damit könnten wir wieder für mehr Sicherheit und Sauberkeit sorgen. U-Bahn-Stationen sind keine geeigneten Aufenthaltsorte für suchtkranke Menschen. Dort können wir weder die notwendige Hilfe leisten noch die Probleme der offenen Drogenszene lösen“, so Ruffen abschließend.