Die FDP/KSG-Fraktion fordert die Stadtverwaltung auf, die Trankgasse unverzüglich wieder vollständig für den motorisierten Individualverkehr in Richtung Westen zu öffnen und gleichzeitig die gesperrte Tunnelausfahrt am Museum Ludwig schnellstmöglich wieder nutzbar zu machen. Einen entsprechenden Antrag bringt die FDP/KSG-Fraktion gemeinsam mit der CDU in die kommende Sitzung des Hauptausschusses ein.
„Rund um den Hauptbahnhof herrscht seit Monaten ein Verkehrschaos, das die Stadt sehenden Auges hinnimmt. Statt den Verkehr endlich wieder vernünftig abfließen zu lassen, werden immer neue Provisorien geschaffen, die das Problem nicht lösen“, erklärt Ralph Sterck, stadtentwicklungspolitischer Sprecher der FDP/KSG-Fraktion.
Seit der Sperrung der Tunnelausfahrt Richtung Norden müssen Autofahrer weite Umwege bis zur Severinsbrücke in Kauf nehmen. Die durch das Mobilitätsdezernat zusätzlich eingerichtete Linksabbiegerspur auf der Trankgasse hat die Situation nicht verbessert. „Die neue Verkehrsführung hat das Chaos nicht beseitigt. Im Gegenteil: Es wird sogar noch mehr Verkehr in einen ohnehin überlasteten Bereich gelenkt. Das ist das genaue Gegenteil einer intelligenten Verkehrssteuerung.“
Sterck fordert daher zwei kurzfristig umsetzbare Maßnahmen: die Wiederöffnung der Trankgasse in Richtung Westen sowie eine technische Lösung, um die Ausfahrt aus dem Tunnel bis zu einer dauerhaften Sanierung wieder nutzen zu können. „Es kann doch nicht sein, dass wegen eines Schadens im Gewölbe monatelang keine pragmatische Zwischenlösung gefunden wird. Mit einer geeigneten Verschalung oder einer vergleichbaren Sicherung muss es möglich sein, die Ausfahrt zumindest vorübergehend wieder freizugeben.“
Für Sterck steht fest: „Wir brauchen keine ideologischen Verkehrsversuche, sondern eine Verkehrsführung, die funktioniert. Die Menschen wollen zuverlässig aus der Innenstadt herauskommen und nicht jeden Tag im Stau stehen. Die Öffnung der Trankgasse wäre dafür ein wichtiger erster Schritt.“